Curling zählt ohne Zweifel zu einer der besondersten und skurrilsten Sportarten, die man sich nur vorstellen kann. So kennen nur die wenigsten den Sport, der im 16. Jahrhundert wohl in Schottland erfunden worden ist. Genauer datieren lässt sich die Geburt des Spiels entweder auf das Jahr 1511 oder aber auf das Jahr 1551, da Curling-Steine mit diesen beiden Daten gefunden wurden. Sie bilden aber historisch gesehen nur einen Terminus Ante Quem, was bedeutet, dass das Spiel bereits zuvor erfunden worden sein muss.

Heutzutage gibt es rund um den Globus etwa 1,5 Millionen aktive Curling-Spieler. Die meisten von ihnen leben dabei in Kanada. Dort ist der Sport mit Abstand am populärsten. Dies erklärt sich vor allem durch die Bedingungen in dem nördlichen großen Land. So gibt es hier viele Eisbahnen und Eisflächen, sodass für den Sport sehr gute Bedingungen herrschen. Es verwundert daher auch nicht, dass das kanadische Nationalteam sehr erfolgreich ist.

Im Gegensatz dazu ist die deutsche Nationalmannschaft im Curling weniger erfolgreich. So konnten bisher vor allem bei den Damen einige internationale Titel gesammelt werden. Hierzu zählen etwa die beiden Erfolge der deutschen Damenmannschaft und der deutschen Herrenmannschaft bei Europameisterschaften, wo man jeweils Gold gewinnen konnte. Weitere Erfolge stellten einige Bronzemedaillen dar. So ist Deutschland sicherlich nicht die erfolgreichste Nation im Curling auf der Welt. In den letzten Jahren hat der Sport aber Aufwind bekommen und immer mehr Spieler hinzu gewinnen können. Die weitere Zukunft sieht daher für den Curling in Deutschland positiv aus.

Aktuell trainieren die deutschen Nationalmannschaften der Herren und der Damen für das nächste große Turnier in Pyeongchang in diesem Jahr. Hier geht es bei den olympischen Winterspielen dann um die größte und wichtigste Trophäe der Welt. Eine Medaille bei Olympia könnt bisher noch keine deutsche Curlingmannschaft für sich verbuchen. Die beste Platzierung war ein fünfter Platz bei den Frauen.